Freitag, 3. Dezember 2010

Fondsanbieter setzen weiter auf Nachhaltigkeit


Das Angebot an nachhaltigen Publikumsfonds wächst weiter. In den ersten neun Monaten 2010 haben Anzahl und verwaltetes Volumen dieser Produkte deutlich zugelegt, wie aus der Statistik des Sustainable Business Institute (SBI) hervorgeht.


Nach Erhebungen des SBI waren Ende des dritten Quartals 2010 insgesamt 351 nachhaltige Produkte mit einem Volumen von rund 32 Milliarden Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Vertrieb zugelassen. Ende 2009 registrierte das SBI 313 Fonds.
20 Fonds mit einem Volumen von etwa 394 Millionen Euro sind dem Institut zufolge in den ersten neun Monaten 2010 neu aufgelegt worden: sieben Aktien-, neun Misch-, drei Renten- und ein Mikrofinanz-Fonds. Darüber hinaus sind 31 Fonds mit einem Volumen von etwa 1,9 Milliarden Euro hinzugekommen, die entweder bereits in anderen Ländern zugelassen waren oder erst neuerdings Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. 13 Fonds wurden laut SBI seit Beginn des Jahres geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt.
Der Statistik nach waren Ende des dritten Quartals 21,31 Milliarden Euro in 209 Aktienfonds investiert. 46 am Markt vertretenen Rentenfonds brachten es indes auf Mittel in Höhe von 5,14 Milliarden Euro und 68 Mischfonds auf etwa 4,1 Milliarden Euro. Zudem sind 14 Dachfonds aufgeführt, die insgesamt 105 Millionen Euro verwalten.
Auch ETFs sind im Nachhaltigkeitssegment dabei. Laut SBI gibt es elf Indexfonds, die zusammen etwa 555 Millionen Euro umfassen. Komplettiert wird der Markt durch drei Mikrofinanz-Fonds, die per Ende September 486 Millionen Euro verwalteten.
Das SBI berücksichtigt alle Fonds, die angeben, in besonderer Weise soziale, ökologische oder auch ethische Kriterien zu berücksichtigen. Das SBI stützt sich dabei auf Angaben in den Fondsprospekten und Factsheets der Fondsgesellschaften. (hb)
Quelle: cash- online  , 30.11.2010

Kommentare:

  1. Klaus Markwart29. April 2011 23:43

    @ an alle,

    bin gerade dabei eine Zusammenfassung vorzunehmen, ob es denn auch im Bereich der geschlossenen Fonds echte Cleantech Fonds gibt, also nciht solche die in Erneuerbare Energien investieren, sondern solche, die echte Private Equity Charakter haben? Ich habe nämlich den Eindruck, dass es da nur sehr wenige Angebote am Markt gibt. Wie ist da Euer Eindruck?

    Grüße
    Klaus Markwart

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  2. Hallo Klaus Markwart,

    ich glaube, es regiert kaum jemand auf Deinen Eintrag, weil irgendwie ziemlich unklar ist, was Du genau suchst. Im Bereich der Fonds gibt es natürlich einen ganzen Haufen, sogar Indizes dafür. Oder geht es Dir wirklich ausschileßlich um die geschlossenen Fonds? Da gib ja FERI und der VGF Verband mit dem Analysehaus Scope Erhebungen heraus. Da findest Du die meisten. Aber ob man da das Thema CleanTech erkennen kann, weiß ich echt nciht

    CIAO!

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  3. Hallo an die Community,

    in der Zeitschrift Das Investment habe ich ein interessantes Interview mit Rainer Baumann, Leiter des Portfolio-Managements und Mitglied der Geschäftsführung von Sustainable Asset Management (SAM AG) gelesen.

    Baumann bringt sehr klar zum Ausdruck – und dies ist auch die Überschrift des Interviews – dass Geld die Welt regiert, auch die nachhaltige. Er ist der Meinung, dass bislang zwar ein gewisser Trend im Hinblick auf nachhaltige Investments eingeleitet wurde, wir aber noch lange nicht am Zenit der Möglichkeiten sind. Dabei verfolgt er insofern einen interessanten Ansatz, als die nachhaltigen Anlageprodukte zwar bestimmte Themen wie bspw. den Atomausstieg nicht herbeiführen können, sie aber durch Investitionen in Firmen, die als Vorbilder ihres jeweiligen Sektors fungieren, natürlich eine Entwicklung begleiten können.
    Zitat: „Das schafft Anreize für die weniger vorbildlichen Unternehmen, sich nachhaltiger auszurichten“.

    Dabei diskutiert Baumann ziemlich offen mit Das Investment die Performance-Chancen von nachhaltigen Investitionen, die ja in letzter Zeit ein wenig in Frage gestellt werden. Er sagt, dass es wichtig ist, dass die Performance nachhaltiger Investments auf keinen Fall niedriger sind als die bei herkömmlichen Produkten. Seine Unternehmung SAM dabei sogar versucht die Werte zu finden, die deutlich positiver abschneiden.
    Was dabei noch wichtig ist anzumerken, ist die Tatsache, dass er sehr deutlich hervorhebt, dass nachhaltige Investments über einen längeren Zeitraum beurteilt werden müssen als herkömmliche. Er hält einen Bewertungszeitraum von 3 bis 5 Jahren für realistisch, was denn ja auch dem Ansatz nachhaltigen Wirtschaftens entgegenkommt.

    Ich denke, dass dieser Beitrag recht spannend ist, deshalb habe ich ihn Euch mal versucht von den wesentlichen Aussagen her zusammenzufassen.

    Es grüßt Euch aus Hamburg, Kalle

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  4. Tom aus Hamburg29. Juli 2011 22:42

    Die Financial Times Deutschland hat in ihrer Ausgabe von gestern einen Beitrag unter der Überschrift "Banken beenden laxe Kreditvergabe" veröffentlicht. Liebe Freunde, habt Ihr etwas davon mitbekommen, dass die Banken in den ersten beiden Quartalen wirklich die Kreditvergaberichtlinien gelockert und bspw. dem Mittelstand mehr Geld gegeben hat. Ich höre aus dem Freundeskreis immer nur "führen Sie mal ihren Dispositionsrahmen zurück" - und zwar quer durch alle Banken. Hat denn jemand eine Idee, wohin man sich als Freiberufler dsbzgl. wenden kann und wo man Informationen bekommt?

    Grüße an alle, Tom aus Hamburg

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  5. Für Selbständige und Freiberufler gibt es derzeit verschiedene interessante Angebote.Die Möglichkeiten sind für Gewerbetreibende allerdings schon arg eingeschränkt.

    Schau mal auf deren Seite : Girokonto für Selbständige & Freiberufler

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