Mittwoch, 23. November 2011

Trendforscher Matthias Horx: „Das Spiel ist vorbei“


Trendforscher Matthias Horx: „Das Spiel ist vorbei“
Das Leben der Menschen ist immer weniger planbar. Das hat zwangsläufig auch Einfluss auf Geldanlage und Altersvorsorge. Was bedeuten die Veränderungen für Verbraucher und Berater? Cash. im Gespräch mit Trendforscher Matthias Horx.
Cash.: Sie sind Zukunftsforscher. Können Sie in drei Sätzen sagen, was Sie genau machen?
Horx: Das ist schwer, weil Trend- und Zukunftsforschung sehr viele Facetten hat. Wir beschäftigen uns mit Konsummärkten, mit ökonomischen Systemen, aber auch mit strategischen Fragestellungen. Verkürzt: Wir sind Systemforscher, die mit Methoden der Spieltheorie und Systemtheorie herauszufinden versuchen, was man voraussagen kann und was nicht. Dabei kommen die unterschiedlichsten Techniken zum Einsatz, von der Verarbeitung massiver Daten bis zur Szenario-Planung, von der Stochastik bis zur Statistik.
Cash.: Was sind die Zukunftstrends von morgen?
Horx: Trends kann man nur im Heute, im Hier und Jetzt, feststellen und diagnostizieren. Daraus kann man Schlüsse auf die Zukunft ziehen.
Cash.: Was sind also die derzeitigen Trends?
Horx: Die wichtigen soziografischen Megatrends sind zum Beispiel Individualisierung, Alterung und Feminisierung. Mobilität, Gesundheit, Verstädterung sind weitere wichtige Megatrends.
Cash.: Welcher Trend hat entscheidenden Einfluss auf Geldanlage und Altersvorsorge?
Horx: Alle. Es gibt hier keine Hierarchie, keine Reihenfolge, denn alle diese Entwicklungen sind miteinander vernetzt. Es geht in der Prognostik darum, Zusammenhänge zu verstehen. Wir können zum Beispiel fragen: Wie verändert das iPad die Mediengewohnheiten, und was bedeutet das für die Entwicklung von Buchverlagen und Fernsehmarkt? Oder wie verändert die neue Rolle der Frau die ökonomischen und politischen Systeme?
Cash.: Wie kann ein solcher Trend Einfluss auf unsere Vorsorgeentscheidungen nehmen?
Horx: Nehmen Sie zum Beispiel die Gesundheits-Frage. Wir haben heute keine Gesundheitsversicherung, sondern nur ein teures Krankheits-Behandlungs-System, das zunehmend finanziell aus dem Ruder läuft und nicht sehr effektiv ist. Wir müssen in Zukunft eine massive Vorsorge-Komponente einbauen, und das wird die Versicherungssysteme verändern. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Eine totale Spaltung, eine extreme Zwei-Klassen-Medizin. Oder neue, präventive Systeme, in die die Vorbeugung bereits eingebaut ist.

Quelle: cash-online.de
Interview: Katja Schuld

Mittwoch, 14. September 2011

Messe Grünes Geld Freiburg: Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage


Welche Chancen die Energiewende für Geldanleger bietet, wird auf der Messe „Grünes Geld“ am 15. Oktober 2011 von 9.30 bis 18.30 Uhr in Freiburg/Breisgau gezeigt: von Erneuerbaren-Energie-Kraftwerken über Windfonds bis zu Bürgersolarprojekten zeigt die Ausstellung im Historischen Kaufhaus ein breites Spektrum nachhaltiger Geldanlagen.
 „Im Vordergrund sollten Sicherheit und eine solide, nicht überzogene Rendite stehen“, sagt Jörg Weber, Geschäftsführer des Veranstalters ECOeffekt GmbH. Der Eintritt zu der Ausstellung und zu dem umfangreichen Vortragsprogramm ist frei. „Wir wollen den Besuchern zeigen, wie sie ihre persönliche Einstellung und ihre Werte in Einklang bringen können mit einer guten Geldanlage“, erläutert Weber.
Die Messe „Grünes Geld“ wird bereits seit 1999 in verschiedenen deutschen Städten durchgeführt. Anleger und Profis können sich bei „Grünes Geld“ über Solaranleihen informieren, über Windfonds, Mikrofinanzen, Umwelt-Sparbriefe, Konten, Baukredite oder Altersvorsorge. „Grünes Geld“ soll vor allem zeigen, welche Bandbreite das Thema nachhaltiges Investment mittlerweile umfasst.
Hauptsponsor ist die GLS Bank, die in Freiburg eine Filiale unterhält. Silbersponsoren sind das Unternehmen Stahl und Schöller GmbH sowie die LBBW Asset Management.

Aber auch bei nachhaltigen Investments heißt es: Kleingedrucktes lesen, nachrechnen und sich genau informieren! Denn nicht jedes Investment passt auch zum jedem Anleger. Zudem springen immer mehr unseriöse Anbieter auf den inzwischen sehr lukrativen Bereich der Nachhaltigkeit auf. •bb
Quelle :Beatrix Boutonnet /VI-Report 28/2011, 13.09.2011

Samstag, 27. August 2011

Energiewende: 76 Prozent halten Kernkraftausstieg für realistisch

Eine Umfrage zeigt eine niedrige Akzeptanz für teure Gebäudesanierung und Wärmedämmung

Dreiviertel (76 Prozent) aller Deutschen rechnen nicht damit, dass es durch den Ausstieg aus der Kernkraft zu Engpässen bei der Stromversorgung kommt. Das geht aus einer Umfrage der Hamburger Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS Dr. Jung) für den vbm - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hervor. Wenn es darum geht, wie der bisher in Deutschland durch Kernkraft produzierte Strom eingespart oder ersetzt werden soll, würden 69 Prozent trotz höherer Kosten den Kauf energiesparender Elektrogeräte akzeptieren. 62 Prozent würden auch Stromimporte aus dem Ausland billigen, allerdings unter der Einschränkung, dass es sich dabei nicht um Kernenergie handelt. Deutlich niedriger ist hingegen die Bereitschaft zur Energieeinsparung durch Gebäudesanierung und Wärmedämmung. Lediglich 44 Prozent der Deutschen würden sie befürworten.

Stromimporte, auch wenn diese Kernenergie beinhalten, sind lediglich für sechs Prozent eine gute Alternative, 86 Prozent hingegen würden dies nicht hinnehmen.
Da der Ausbau der erneuerbaren Energien für viele Menschen möglicherweise mit Beeinträchtigungen verbunden sein wird, wurde auch untersucht, inwieweit einzelne Einschränkungen akzeptiert würden. Mit großem Abstand wurde ein Ausbau von Solarparks am häufigsten "voll und ganz" oder "überwiegend" befürwortet - 76 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus. Knapp die Hälfte (47 Prozent) würde eine Erhöhung der Anzahl der Windräder akzeptieren, während ein Ausbau der Biomasse und damit die mögliche Konkurrenz zwischen Nahrungs- und Energiegewinnung ("Tank oderTeIler") nur bei 38 Prozent der Befragten auf Zustimmung stößt.
Geht es um die bevorzugten Träger beim Ausbau der erneuerbaren Energien, so stößt die Wasserkraft mit 44 Prozent auf eine vergleichsweise hohe Akzeptanz, gut jeder Zehnte (elf Prozent) spricht sich dafür aus, alle Formen der erneuerbaren Energie zu etwa gleichen Teilen auszubauen. Interessant: Den Bau neuer Gas- und Kohlekraftwerke lehnen 50 Prozent der Befragten ab, lediglich 15 Prozent würden zustimmen. Und den Bau von Oberleitungen mit der Folge, dass mehr Strommasten errichtet werden, lehnen gar 61 Prozent ab - bei nurmehr zwölf Prozent Zustimmung.

Unternehmer vw magazin 4-2011, S. 12

ThomasLloyd startet Vertrieb seines ersten Cleantech-Fonds für Privatkunden

Exzellente Marktkenntnisse; hohe Zielrenditen angestrebt
 
Die ThomasLloyd Unternehmensgruppe bietet Interessenten ab sofort mit der Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG die Möglichkeit an, von den Chancen saubererer Energie zu profitieren. Cleantech ist ein gänzlich neuer und aufstrebender Industriezweig, der sich der Erforschung, Entwicklung und Produktion umweltschonender, Schadstoff reduzierender Hightech-Verfahren und Erzeugnissen widmet, die die natürlichen Ressourcen schonen und damit die Umwelt entlasten. Das Beteiligungsmodell ist auf 50 Millionen Euro ausgelegt. Zeichnungen sind ab 25.000 Euro möglich.
Cleantech könnte zur größten wirtschaftlichen Chance des 21. Jahrhunderts werden. Lange Zeit galten Umweltstandards als Nachteil für den Unternehmensstandort. Aktuell ergeben sich immer mehr positive Impulse für Wirtschaft und Beschäftigung – und damit natürlich auch für die Umwelt. Allein im Bereich der Erneuerbaren Energien beschäftigen deutsche Unternehmen mehr als 160.000 Menschen und setzen jährlich über 16 Mrd. Euro um. Wie in kaum einem anderen Land wurde innerhalb der letzten zehn Jahre durch gesetzliche Vorgaben und staatliche Förderungen der Aufbau von Umweltstandards und regenativer Energiekonzepte vorangetrieben. Die Cleantech-Branche profitiert unmittelbar von diesem Trend. Das Prototypenstadium ist in vielen Bereichen längst überschritten und einem globalen Einsatz der Technologien steht nichts mehr im Wege. Das wird sich auf das Wachstum der Branche nachhaltig auswirken. Experten der Unternehmensberatung McKinsey schätzen, dass sich das Investitionsvolumen auf dem Weltmarkt im Bereich Cleantech von derzeit rund 500 Milliarden Euro auf 2,1 Billionen Euro im Jahr 2020 mehr als vervierfachen wird. Alleine in Deutschland sind zur Erreichung der Emissionsziele bis 2020 Investitionen von über 300 Mrd. € nötig.
Staatsfonds, Stiftungen, private und öffentliche Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Family Offices und Unternehmen haben das Potenzial längst erkannt und insgesamt bereits mehrere hundert Milliarden in den Zukunftsmarkt Cleantech investiert. Die professionellen Investoren erwarten dabei hohe zweistellige Renditen, wie sie sie in der Vergangenheit auch schon erzielt haben. Die Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG bietet nun auch Privatanlegern Zugang zu diesem hochinteressanten Anlagesegment. Dabei investiert die Beteiligungsgesellschaft nicht selbst in den Cleantech-Markt, sondern beteiligt sich über die Zeichnung einer stillen Beteiligung an der Cleantech Projektgesellschaft mbH, welche Direktinvestitionen zusammen mit institutionellen Anlegern in Beteiligungen und Projekte im Bereich Cleantech tätigt.
Anders als oft am Markt üblich, folgt die Beteiligungsgesellschaft den Möglichkeiten, die sich aus der Finanzierung derartiger Beteiligungen ergeben. Die Mindestlaufzeit beträgt daher 20 Jahre. Dafür bietet Cleantech sehr hohe Rückflüsse, die eine schnelle Tilgung des eingesetzten Kapitals ermöglichen. So können für die ersten beiden Jahre Ausschüttungen von 18 Prozent pro Jahr vorgenommen werden. Aber auch in den Folgejahren muss das Management mit einer Gewinnschwelle von 18 Prozent pro Jahr eine hohe Hürde nehmen, bevor es sich eine Managementbeteiligung von 20 Prozent auf den darüber hinaus gehenden Gewinn zuschreiben darf.
Die Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG setzt dabei bevorzugt auf Zielinvestments, bei denen Co-Investoren als strategische Partner eingebunden werden können. Über die Laufzeit sollen mit Hilfe von Fremdfinanzierungen auf Projekteebene Assets von mehr als zwei Milliarden US-Dollar realisiert werden.
„Wir möchten Anlegern in diesem spannenden Marktsegment eine echte Alternative bieten, wie sie sonst nur institutionelle Investoren haben. Die Sicherheit der Anlage resultiert dabei aus der Tatsache, dass ausschließlich in Projekte investiert wird, denen das Management die entsprechende Entwicklungschance zuspricht, auch wirklich die geplanten Zielrenditen erwirtschaften zu können“, meint Klaus-Peter Kirschbaum als Geschäftsführer der Cleantech Management GmbH.

Montag, 27. Juni 2011

ThomasLloyd richtet Web-Angebot kundenfreundlicher aus


Gezielte Informationsmöglichkeit für Privat-Investoren zu Cleantech und Erneuerbare Energien; Projekte stehen im Vordergrund

Zürich, 27.06.2011. „Der Zukunft verpflichtet“ fühlt sich ThomasLloyd als globales Investment Banking und Investment Management Unternehmen, welches sich ausschließlich auf den Bereich Erneuerbare Energien und den Cleantech-Sektor spezialisiert hat. ThomasLloyd will dabei die Brücke schlagen zwischen ökologischem und ökonomischem Anspruch. Um diese Ausrichtung sehr deutlich nach vorne zu stellen, wurde der Internetauftritt des Unternehmens mit Sitz in der Schweiz und einer ersten Filiale in Stuttgart, komplett überarbeitet und vermittelt nun einen umfangreichen Eindruck zum Thema. Zudem wurde eine Vielzahl an Projekten aufgenommen, die ThomasLloyd in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt hat oder die das wegbereitende Unternehmen gerade begleitet.
„Cleantech ist für uns kein Trend, sondern die Zukunft“, meint T.U. Michael Sieg, Chairman und CEO von Thomas Lloyd. Er ergänzt: „Wir sind der Meinung, dass unsere Kunden in der Lage sein sollen, ohne Anstrengungen alle Dienstleistungen unseres Unternehmens in Anspruch zu nehmen, ganz gleich wo und wann sie benötigt werden und wie unterschiedlich die Teams zusammengesetzt sein müssen, um die gewünschte Lösung zu finden.“ Als wichtige Grundlage hierfür sieht er einen besonders kundenfreundlichen Internetauftritt, der informativ sein soll, ohne zu überfordern und gleichzeitig einen schnellen Zugang zu den Teams von ThomasLloyd bieten muss. Diese Voraussetzungen sind nun unter www.thomas-lloyd.de  geschaffen.
Im Rahmen des Private Wealth Management bietet ThomasLloyd dabei auch Privatinvestoren zielgerichtet Kapitalbeteiligungen im Bereich der Erneuerbaren Energien und Cleantech an. Aufgrund der internationalen Ausrichtung, der hervorragenden Vernetzungen und der Erfahrungswerte des Managements bieten diese ein hohes Renditepotential – ohne gleichzeitig als „Wagniskapital“ herzuhalten. Immerhin ist ThomasLloyd in nahezu allen seinen Projekten auch selbst investiert bzw. fungiert als spezialisierter Berater gegenüber privaten und öffentlichen Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Family Offices oder Stiftungen.
„Wir freuen uns, dass inzwischen immer mehr Finanzinvestoren den Bereich Cleantech für sich entdecken, da lag es doch nahe, auch für Privatinvestoren ein Retailangebot zu schaffen, mit dem diese an den Chancen dieses Wachstumsmarktes teilhaben können. Dies haben wir selbstverständlich auch auf unsere Seiten aufgenommen“, so der ThomasLloyd-CEO. Aber auch sonst bieten die neuen Internetseiten der Schweizer Finanzspezialisten eine Vielzahl an Informationen rund um das Thema Cleantech sowie Erneuerbare Energien.